Anna bringt Ordnung ins Leben #2


Dann waren wir, hochverdient, wie wir finden, zwei Wochen im Urlaub und da haben wir ganz tolle Sachen erlebt und hatten endlich auch mal die Möglichkeit, einfach nichts zu tun. Ich hatte bisher ca. 70-80 Arbeitsstunden pro Woche (Mi-So immer ca. 8-22 Uhr plus eigentlich immer noch ne Menge Stunden am Dienstag, die Umbautage und sowas schon nicht mitgerechnet). Da bleibt alles, einfach alles auf der Strecke. Wir haben uns in den letzten zwei Jahren zum Beispiel echt schlecht ernährt und unser Zuhause war unfassbar unaufgeräumt.

(Hah! Dies ist eine Warnung! Ich weiß ja, dass diesen Blog auch ein paar Menschen lesen, die selbst von einem eigenen Café träumen. So sieht´s aus, das Privatleben! Nämlich nicht vorhanden…)

Was war sonst noch? Im Herbst habt Ihr Euch dann überlegt, dass das Café sogar an Wochentagen permanent proppevoll sein sollte ;-) Danke dafür! Es hat zwei weiteren Fräuleins einen Arbeitsplatz beschert. Sascha haben wir endlich ausplanen können, bis auf seltene Ausnahmen arbeitet er jetzt wieder in seinem „richtigen“ Beruf. Und ich habe mir für´s neue Jahr fest vorgenommen, selbst ein bißchen weniger zu arbeiten, denn auf Dauer ist das echt zu krass. Es soll ja Leute geben, die mit 6 Stunden Schlaf pro Nacht gut auskommen, ich bin´s nicht. 60 Arbeitswochenstunden reichen vollkommen und faul kann man mich dann auch noch nicht nennen, jawohl!

Ich mag unseren neuen Dienstplan, in dem auch halbe Tage für mich vorkommen. Ich mag die Entwicklungen hinsichtlich des Backens: Einige der Mädels stehen jetzt auch regelmäßig in der Backstube und nehmen mir damit eine Menge Arbeit ab. (Es ist ja unglaublich, wieviel Kuchen Ihr da draußen so verdrückt!) Und wir haben endlich eine Spülmaschine. (Diese Gastroteile sind unfassbar teuer, die laufen ja nur 2 Minuten, nein, ein Haushaltsgerät war niemals eine Option). Sozusagen im letzten Moment vor dem Herbstansturm erworben.

Diese Entwicklungen waren andererseits nicht nur erfreulich, sondern auch höchst notwendig. Man macht sich keine Vorstellung (auch ich ahnte davon nichts), wieviele Emails und Anfragen zu unalltäglichen Angelegenheiten mich täglich erreichen. Da kommen die unfassbarsten Nettigkeiten und Möglichkeiten auf uns zu und wollen beantwortet und bearbeitet werden. Das alleine ist schon fast ein Halbtagsjob und immer, immer wahnsinnig aufregend. Dann sind da Bestellungen, Einkäufe, Neuentwicklungen, Veränderungen im Sortiment, neue Kuchen, viel Bürokrams, Behördensachen, das ist dann die andere Hälfte des Halbtagssjobs. Es ist also bei Weitem nicht nur Kaffee verkaufen und Kuchen backen!

So, das ist nun also die Aufarbeitung unserer vergangenen Monate gewesen. Wisster Bescheid! Für´s neue Jahr hab ich mir fest vorgenommen, mehr zu bloggen. Auch für mich ist es ja nett, nachzulesen, wie es uns zum jeweiligen Zeitpunkt mit dem Café ging. Und ein paar Leser hat das Ding hier ja ;-)

Frohes neues, ordentliches Jahr Euch allen! Anna

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